Kultur

Ein musikalisches Gezwitscher

Eine Schulstunde zum Thema Vögel in der Alten Kirche Boswil, wie es die Kinder lieben.


home tab bosw kiKonzVogel kinderNatürlich war der vergangene Sonntag belegt durch den Muttertag, was der bescheidene Besucherandrang deutlich machte. Aber die Kinder, die mit ihren Vätern, Müttern und Grosseltern den Weg zur musikalischen Vogelkunde unter die Füsse nahmen, wurden bestens belohnt. Die beiden Künstlerinnen Heidy Huwiler (Klarinetten) und Andrea Isch (Klavier) zogen die kleinen und grossen BesucherInnen in ihren Bann und nahmen sie mit in die Welt der Vogel-Musik.

Eine eigene klangvolle Welt
Nun weiss man über sieben Vögel Genaueres respektive man fühlt sich in seinem Wissen und Wahrnehmen, wenn sie sich lautstark äussern, bestätigt. Die Frage, was die Vögel selbst dazu meinen, konnten auch Heidy Huwiler und Andrea Isch nicht schlüssig beantworten. Hingegen gaben sie mit ihrer Inszenierung des «Aviary Divertimento» von Jeffrey Agrell (*1948) musikalisch hervorragend einen Einblick in die Musikwelt der sieben Vögel Kolibri, Pinguin, Tukan, Rabe, Kanarienvogel, Dodo und Amsel. Mit ihrem Dialog zwischen Klarinette und Klavier brachten sie die Vogelwelt in die Alte Kirche. Man hörte den Pinguin in der Parade zum Wasser watscheln. So eindrücklich wie in der Alten Kirche der Rabe krächzt, hört man ihn draussen wohl nie. Der Tukan tönte schon eher wie ein quackender Frosch doch die Urwaldgeräusche dazu waren viel eindrücklicher. Dank der munteren Vogelstunde in Boswil weiss man nun endlich, wie es klingt, wenn die Amsel mit ihren Artgenossen und Konkurrentinnen um die Wette singt. Für den seit 300 Jahren ausgestorbenen Dodo interpretierten die beiden Musikerinnen eindrücklich ein Trauerlied.

Die Kinder wussten Bescheid
Nach den interessanten Ausführungen über die Vögel und den Interpretationen der Vogelstimmen, waren die Kinder gefragt. Heidy Huwiler und Andrea Isch spielten kurze Sequenzen aus den vorgetragenen Vogelstimmen und die Kinder mussten bestimmen, zu welchem Vogel die Musik gehört. Es erstaunte nicht, dass sie diese Aufgaben mit Bravour lösten, denn sie waren ein sehr aufmerksames und interessiertes Publikum. Was ihnen aber sicher auch einfach fiel, denn die beiden Musikerinnen schöpften mit ihren Instrumenten aus dem Vollen, waren belebend, ja ein vernehmend und begeisterten die Kinder und Erwachsenen. Mit ihrem Vogelkonzert setzten die Interpretinnen in Boswil ein weiteres Zeichen, dass Kinderkonzerte eine Bereicherung sind.

Richard Wurz
13. Mai 2018
Bilder: Richard Wurz

 

 

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